Ein Tunnel kommt selten allein….

Hallo Mitstreiter, ich lese die Lübecker Qualitätszeitung immer erst etwas später, bin also nicht immer auf dem neuesten Stand. So stolperte ich erst am letzten WE über den 100 km langen „Stralsund“-Tunnel.

Also…… grauenvoll, das Ding, aber das schickt uns doch der Himmel.  Oder ?

Frage mich, warum niemand darüber redet. Hab ich wieder was übersehen ? Auf der Allianz-Seite wird eher dünn berichtet, oder ich habe nicht genug gesucht. LN-Tönnemann, Tunnel-Pflicht-Befürworter, spielt alles runter. 

Aber hier geschieht doch nun genau das, was passiert wenn Öffentliche Hände in gewohnt chaotischer Manier etwas gigantisches planen.  Die Tunnelbuben in Kiel/Berlin/Kopenhagen halten jetzt energisch ihr Spielzeug fest. Damit ihnen das niemand wegnimmt. Die Tunnelbuben aus Norwegen haben aber ganz furchtbar viel Geld und ein noch viel schöneres und größeres Spielzeug. Nun planen beide „um die Wette !“. Der normal denkende Mensch in Kiel/Berlin/Kopenhagen würde doch jetzt erstmal den Stift weg legen und mit den Norwegern verhandeln…… FFBQ-Moratorium. Kann doch sein, dass man da paar Milliarden einsparen kann. Stattdessen beginnt ein kleinkarierter Wettlauf, wie in der Sandkiste.

Schon der „Herrentunnel“ wurde erstmal gebaut. Durch Änderungen in der Verkehrsplanung, Eric-Warburg-Brücke usw. zahlt der Tunnel nun  -mangels Einnahmen- aber nur noch Zinsen. Und wir 1,50 € für eine Fahrt; der Warnow-Tunnel kostet 2,40 €. Der Container-Terminal, Siems war  – aus Versehen –  sogar schon gleich ganz überflüssig. Es werden immer neue Verkehrswege gebaut, nur hinterher passiert nichts von dem was irgendwelche Planer/Gutachter/Experten vorhergeplappert haben.

Weiß ich, daß ihr das alles wißt 🙂 .

Aber warum wird das jetzt ( z.B. von der Allianz) nicht an die große Glocke gehängt ?  Wir müssen uns doch nicht von Provinzfürsten wie T. Albig (SPD), Dr. Nägele und paar Lobbyisten usw. verschaukeln lassen. Genau jetzt gibt es einen Grund alles zu überdenken und nachzurechnen. 

Schon der dän. Verkehrs-Planer E. Andersen (Jan. 2014) beschrieb den versehentlichen Glücksfall „Öresund“:

„Das Öresund-Projekt konnte glücklich gerettet werden. Die zwei benachbarten Stadtregionen von Groß-Kopenhagen und Malmö-Lund konnten den Verkehr infolge der Brücke besser als erwartet steigern. Wegen der geringen Entfernung verursachte die Brücke in den ersten sieben bis acht Jahren einen sprunghaften Verkehrsanstieg. Die Wirtschaftlichkeit des Öresundprojekts wurde sozusagen -durch einen Planungsfehler-  gerettet.“

Die FFBQ ist genau so ein Blindflug. Alle planen „ins Blaue“ hinein und hinterher passiert was ganz anderes. Es gibt aber jetzt einige neue Argumente die ein bißchen dämlich aussehen zu lassen.

Schönen Tag R. Polte

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.