Grüne-KV Ostholstein: Wie steht‘s um Belt-Tunnel und Hinterlandtrasse?

Pressemitteilung/Einladung des OH-Kreisverbandes der GRÜNEN:

Wie steht‘s um Belt-Tunnel und Hinterlandtrasse?

Anton Hofreiter und Konstantin von Notz vor Ort in Ratekau

Öffentliche Diskussion mit Kommunalpolitik, Initiativen und Anwohnerschaft

Freitag, 18. November, 11.00 bis 12.30 Uhr, Bürgersaal im Rathaus, Bäderstraße 19, 23626 Ratekau

Rekord an kritischen Einwendungen, Bund zahlt für Hochgeschwindigkeitsvariante, ungewisse Zukunft der Fehmarnsundbrücke: die Nachrichten zur geplanten Untertunnelung des Fehmarnbelts und der entsprechenden Trassenanbindung durch Schleswig-Holstein überschlagen sich. Je konkreter die Planungen, desto konkreter zeichnen sich die Probleme, Kosten und Nebenfolgen für die Region ab. Dabei gibt es nach wie vor erhebliche Zweifel am Sinn und Nutzen dieses Großprojekts – und viele Sorgen vor Verlärmung, Verschattung und Zerschneidung der betroffenen Anrainergemeinden und malerischen Landschaft entlang der Trasse, die durch Ostholstein, Lübeck und Stormarn bis nach Hamburg geht.

Nach 2012 und 2013 kommen erneut der grüne Fraktionsvorsitzende Anton Hofreiter und der schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete Konstantin von Notz auf Einladung des grünen Kreisverbands nach Ostholstein, um vor Ort mit betroffenen Anwohnern, Kommunalpolitik und Initiativen zu sprechen.

5 Gedanken zu „Grüne-KV Ostholstein: Wie steht‘s um Belt-Tunnel und Hinterlandtrasse?“

  1. Liebe Grüne,

    worüber und warum wollen Sie denn jetzt mit uns diskutieren? Die Landes-Grünen sind eingeknickt und sind nicht mehr explizit gegen den Tunnel. Man macht sich wohl startklar für eine Koalition in SH?
    In den letzten Jahren, wie Sie schon richtig schreiben, haben sich weder die Kreis- noch Landesgrünen bei uns am Strand blicken lassen.

    Worüber, bitteschön, wollen Sie denn, und zu so einer super Uhrzeit (Sie leben von der Politik, wir müssen arbeiten) diskutieren?

    Was können/wollen Sie als Kreis/Landes/Bundegrüne denn (noch) tun?

    Mit freundlichem Gruss
    Für den Vorstand
    BI KGBV
    Kein Güterbahnverkehr durch die Badeort der Lübecker Bucht
    Steffen Grose
    Tel 0170 418 9004

  2. Cooler Termin und…..
    die kommende Bundestagswahl läßt grüßen:
    Weil sein Freund und Landsmann Robert Habeck bei der Bundestagswahl im Herbst 2017 Spitzenkandidat der Bundesgrünen werden will, droht Notz den sicheren Listenplatz fürs Parlament zu verlieren. Denn nur die ersten drei Bewerber der grünen Landesliste in Schleswig-Holstein haben es bei den letzten beiden Wahlen nach Berlin geschafft. Und auf Platz eins und drei kandidieren in der streng quotierten Partei stets Frauen. Notz kam jeweils auf Platz zwei ins Parlament. Den aber müsste er diesmal Habeck überlassen, falls der Kieler Umweltminister Spitzenkandidat wird.
    Also, liebe Beltquerungskritiker: Dieser Termin ist wohl eher eine interne Rangelei um gute Listenplätze für die kommende Bundestagswahl als eine ehrliche Auseinandersetzung mit den Problemen, die auf uns Ostholsteiner zukommen.

    1. Dahinter steckt aber m.E. der alte interne Streit in den Grünen zwischen Realos und den – ich nenne sie mal – Idealos.
      Leitet man die Politik aus wohldurchdachten Leitideen ab oder aus der Machbarkeit? Oder irgendwo dazwischen, wenn es das denn gibt.
      Wir sind gut beraten, die – auch innerhalb der Grünen – zu stärken, die uns stärken.
      Also auf alle Fälle hin – mit wachem Geist und klarem Ziel:
      Keine FFBQ
      Bodo Gehrke

  3. Klar ist der Termin etwas unglücklich, aber ich kann die Stellungnahme von Bodo Gehrke nur unterstützen, wir sollten die stärken, die auf unserer Seite stehen.
    Macht Euch selbst ein Bild.

    Sehr geehrte Frau Thaler, sehr geehrter Herr Thaler,

    haben Sie herzlichen Dank für Ihre Mail und ihre netten Worte zu meinem Engagement gegen die feste Fehmarnbelt-Querung. Über beides habe ich mich sehr gefreut. Haben Sie auch herzlichen Dank für die Übersendung Ihres LN-Leserbriefs. Auch ich war als zuständiger Bundestagsabgeordneter von der angekündigten Neupositionierung überrascht und habe meine Verwunderung auch intern klar zum Ausdruck gebracht. An der sehr klaren Beschlusslage und unserer Ablehnung der festen Fehmarnbelt-Querung halten wir fest. Alles andere wäre angesichts der Tatsache, dass es bis heute nur Hiobsbotschaften vom Belt gibt, in meinen Augen auch seltsam. Gleichzeitig ist klar, dass die Entscheidung über den Bau letztendlich auf Bundesebene getroffen wird. Hier werden wir uns weiterhin für eine ergebnisoffene Prüfung der Sinnhaftigkeit des Projekts einsetzen, also auch die Frage aufwerfen, ob das Projekt überhaupt realisiert werden sollte oder es nicht aus vielerlei Gründen besser ist, von der festen Fehmarnbelt-Querung ein für alle Mal Abstand zu nehmen.

    Mit freundlichen Grüßen

    Dr. Konstantin v. Notz

    Homepage: http://www.von-notz.de

    Von: Gisela u. Diderik Thaler [mailto:diderik@arcor.de]
    Gesendet: Donnerstag, 22. September 2016 16:54
    An: Notz Konstantin
    Betreff: LN-Artikel v. 22.09. Grüne nicht mehr gegen den Fehmarnbelttunnel

    Sehr geehrter Dr. Konstantien von Notz.

    Vorausgeschickt: Ihr persönliches Engagement in o.a. Angelegenheit weiß ich sehr zu schätzen auch habe ich Sie persönlich auf einer Podiumsdiskussion in Scharbeutz erleben dürfen.

    Nachdem nun im Planfeststellungsverfahren mehr als 12800 schriftliche Einwendungen gegen die Fehmarn-Belt-Querung eingereicht wurden und zusätzlich auf Change.org mehr als 86000 Unterstützer eine diesbezügliche Ablehnung des Projektes gezeichnet haben, ist, gerade zum jetzigen Zeitpunkt, die Stellungnahme Ihrer designierten Spitzenkandidatin – Frau Heinold – außerordentlich kontraproduktiv. Ja, sie fordert geradezu zum Wiederspruch heraus.

    Daher auch mein o.a. Leserbrief zur Veröffentlichung an die LN.

    Ich kann nur hoffen das dies eine Einzelmeinung bleibt und es Ihnen und den Ihnen gleichgesinnten Parteifreunden gelingt, diese opportunistische Haltung wieder einzufangen. Schließlich stehen im Jahr 2017 weitere Wahlen an und dann dürften die Zusammensetzungen im Landeshaus genauso wie im Bundestag andere sein und diese Chance auf neue Mehrheiten sollte nicht verspielt werden. Bekanntlich sieht der Staatsvertag in §22 bei einer veränderten Situation Nachverhandlungen vor. Auch wäre dieser Staatsvertrag nicht der Erste, der nicht ratifiziert würde.

    Mit freundlichen Grüßen
    Diderik Thaler

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