Belttunnel und Güterbahnschneise: Infoveranstaltung vor dem Lübecker Rathaus

PM_Beltretter

 Belttunnel und Güterbahnschneise: Infoveranstaltung vor dem Lübecker Rathaus

Ostholstein/Lübeck, 4. Mai 2016 – Am kommenden Samstag informieren auf dem Lübecker Marktplatz verschiedene Initiativen und Parteien aus der BELTRETTER-Bewegung über das geplante Megaprojekt Belttunnel sowie die drohende Güterbahnschneise durch Ostholstein und Lübeck. Vor dem Rathaus sollen am 7. Mai in der Zeit zwischen 10 und 16 Uhr die Ausmaße und Folgen der beiden miteinander verbundenen Projekte vermittelt werden. Dafür reisen Aktive aus Initiativen und Organisationen aus ganz Norddeutschland an. Vor Ort werden auch blaue Holzkreuze – Symbol der BELTRETTER – gebaut und gegen eine Spende abgegeben. Von diesen Holzkreuzen sollen entlang der Ostseeküste Schätzungen nach bereits bis zu 10.000 in Vorgärten, an Straßen und auf Feldern stehen.

Der Lübecker Kreisverband von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN organisiert die Veranstaltung und lädt dazu ein. Der Kreisverband hatte sich unlängst den BELTRETTERN angeschlossen. Mittlerweile engagieren sich hier fast 50 Initiativen, Organisationen und Unternehmen. Stephanie Göhler, Vorstandssprecherin von BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN Lübeck: „Abgesehen davon, dass das Mammutprojekt Belttunnel wirtschaftlich keinen Sinn macht und der Umwelt schwerwiegende Schäden zufügen wird, drohen Vermietern, Immobilienbesitzern und Landwirten wirtschaftliche Einbußen. Betroffen ist auch Lübeck mit dem Nadelöhr Hauptbahnhof. Unser Hauptbahnhof wird dem erwarteten Güterzugverkehr kaum gewachsen sein.“ Zum Beispiel sei vielen Ahrensburgern und Lübeckern noch gar nicht wirklich bewusst, dass der Bau des 100 Kilometer entfernten Belttunnels vor ihrer eigenen Haustür für Lärm sorgen würde. Denn „Hinterlandanbindung“ sei nur ein verniedlichender Begriff für die geplante Güterbahnschneise zwischen Hamburg und Puttgarden. Über die Trasse sollen in schnellem Takt lange Güterzüge zum Belttunnel oder in die andere Richtung nach Hamburg fahren. Stephanie Göhler: „Darüber wollen wir informieren, denn noch kann jeder etwas tun. Wenn erst in der Nachbarschaft die Güterzugbremsen kreischen, die Grundstückspreise fallen und die Umwelt spürbaren Schaden genommen hat, dann ist es für ein Veto zu spät.“

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