Niemand redet oder träumt mehr von 2+1 — Ausser die Bürgerinitiative KGBV

Bedauerlicherweise hat sich die Bürgerinitiative KGBV offensichtlich von dem Ziel verabschiedet, dieses unsinnige und unnütze Projektes zu verhindern. Wie anders muss man sonst eine jüngst gestartete Onlinepetition dieser BI interpretieren (dass der Link zu dieser Seite hier nicht veröffentlicht wird, ist sicher nachvollziehbar).

Auf der Pro-Seite wird wie folgt argumentiert: Wussten Sie? – wenn die Bahn die Bestandstrasse nutzt, braucht sie sich um Lärmschutz nicht zu kümmern. – ein Neubau MUSS unter den neuesten Richtlinien des Lärmschutzes erfolgen.

Diese Aussage ist erwiesenermaßen falsch !!! Selbst der DB-Projektmanager hat auf vielen Infoveranstaltungen immer wieder darauf hingewiesen, dass bei umfangreichen Erweiterungen  bezüglich des Lärmschutzes die gleichen Vorschriften gelten. Und ein zweites Gleis + Elektrifizierung zählen allemal dazu!

Bei der 2+1 Variante ist eher mit weniger Lärmschutz zu rechnen. Da die Trasse teilweise durch dünner besiedelte Gebiete führt, kann die DB abwägen ob aktiver Lärmschutz wirtschaftlich zu vertreten ist. Da gibt’s dann einige € für neue Fenster dazu – was aber auch nur denen hilft, die stets bei geschlossenem Fenster schlafen möchten.

Landes- und Kreispolitiker haben sich realistischer weise bereits seit längerem von diesen Träumen verabschiedet. Die DB hat freiwillig diese Variante betrachtet und ist zu einem vernichtenden Urteil gekommen. (Die Ausarbeitung finden Sie hier – ca. 3.5 MB…)

St. Florian lässt grüßen: Den Lärm, Gesundheitsschäden und Immobilienwertverluste lieber anderen zumuten. Es ist wohl leichter Schaden auf andere abzuwälzen als darum zu kämpfen, dass er nicht entsteht.

Hier ebenfalls noch einmal der Hinweis auf die sehr lesenswerte Rede des Europa-Politikers Michael Cramer….

3 Gedanken zu „Niemand redet oder träumt mehr von 2+1 — Ausser die Bürgerinitiative KGBV“

  1. Also mit anderen Worten: Lieber eine Trasse durch dicht besiedeltes Gebiet führen, damit es mehr Lärmschutz gibt.
    Und nicht St. Florian lässt grüßen, sondern ein ganz klein wenig Solidarität mit den auch bei 2+1 immer noch am meisten betroffenen Badeorten wäre schön. Dies für den Fall, dass sich die FFBQ nicht mehr verhindern lässt, und danach sieht es nach der Großen Koalition in Berlin leider aus.

    1. Nein ! Vollkommen falsch! Angesagt ist einzig und allein die Verhinderung dieses unsinnigen und überflüssigen Projektes. Mit der unrealistischen Forderung von 2+1 erreicht man nur eins: Eine zerstrittene Bevölkerung Ostholsteins und gibt damit lediglich den Befürwortern eine Steilvorlage. Am Dienstag d. 4.2. veranstaltete die Klingberger BI „BIPS“ einen Informationsabend ( http://www.luebecker-bucht-regional.de/ ) der von ca. 100 Personen besucht war. Hier hätte die KGBV eine hervorragende Gelegenheit gehabt für ihre Onlinepetition und 2+1 zu werben – Fehlanzeige ! Warum wohl ???

  2. Ihr in Sierksdorf habt natürlich leicht Reden. Wenn ihre gegen die FFBQ kämpft, was ich für gut und richtig halte, und gewinnt, dann freuen sich alle in OH. Wenn ihr euer Ziel nicht erreicht, ist das Ergebnis für euch auch nicht schlechter, als wenn ihr gar nichts getan hättet, denn durch Sieksdorf gibt es ja nur eine Trassenalternative.
    Zwischen Timmendorfer Strand und Haffkrug gibt es aber mehrere und wenn wir nur gegen die FFBQ kämpfen und verlieren, dann bedeutet es für uns den Worst Case mit einem Ausbau der Bestandstrasse mitten durch die Badeorte. Finanziell gesehen übrigens auch den Worst Case für die Gemeindeteile im Hinterland, was dort offensichtlich noch gar nicht registriert wurde.
    Andererseits betrifft 2+1 nur den Bereich zwischen Tdf-Strand und Haffkrug. Insofern kann ich auch keine zerstrittene Bevölkerung in OH erkennen.
    Wie gesagt, ich drücke euch beide Daumen, dass ihr euer Ziel der Verhinderung der FFBQ erreicht, jedoch glaube ich nicht mehr so recht daran, dass ihr es schaffen werdet. Und deshalb müssen wir mit unserer besonderen Situation vor Ort entsprechend vorbeugen, um dann noch den schlimmsten Fall für unsere Gemeinden zu verhindern.

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