Der Landrat wundert sich….

Erst werden von Politikern und den Lobbyisten rund um die IHK jede Menge Nebelkerzen geworfen und der Versuch unternommen, der Bevölkerung Sand in die Augen zu streuen, indem man für  die Schienenhinterlandanbindung zur festen Fehmarnbeltquerung nachträglich die „2+1-Variante“ in’s Spielfeld wirft. Damit hat man bei vielen Bürgerinnen und Bürgern teilweise ein klein wenig Hoffnung erweckt und dafür aber andere auf den Plan gerufen. Und dies wohl wissend, dass keinerlei Anspruch besteht, diese Variante im Raumordnungsverfahren zu untersuchen. So mit den Emotionen der Menschen zu spielen, dazu gehört schon eine gehörige Portion Zynismus.

Obwohl nicht verpflichtet, hat die DB diese Variante trotzdem mit den im ROV genannten Vorzugsvarianten verglichen  und diese Analyse jetzt vorgestellt. Und – welch Überraschung – kommt zu dem Ergebnis, dass die „2+1-Variante“ schlechter abschneidet und damit indiskutabel ist.

Das „Fehmarnsche Tageblatt“ schreibt am 28.9.2013 (…lesen Sie den Artikel hier) , dass Landrat Sager aus dem Staunen nicht heraus kommt.  Das wundert uns nun wieder sehr !

An dieser Stelle sei die DB einmal gelobt, schreibt sie doch auf Seite 9 in dem entsprechenden Gutachten folgendes:

3.2.2 Elektrifizierung

Dem betrachteten Streckenabschnitt wird die Elektrifizierung unterstellt. Im Zug der DB Strategie 2020 werden die folgenden Punkte beschrieben:

• Anteil erneuerbare Energien am DB-Bahnstrom sollen steigen

• Die Reduzierung der CO2- und Lärmemissionen werden festgeschrieben.

Eine Reduzierung der CO2- und Feinstaubbelastung könnte mit Dieselfahrzeugen nicht eingehalten werden.

Also ist die DB geradezu verpflichtet, die Bestandsstrecke ebenfalls zu elektrifizieren, so diese denn für zukünftige Verkehre erhalten werden soll. Dass auch – nicht nur – diese Maßnahme zum schlechten Abschneiden der  „2+1-Variante“ beiträgt, sollte eigentlich niemanden verwundern – außer Landrat Sager!

….hier ist das gesamte DB-gutachten als PDF-Datei (ca. 3 MB) zum Download !

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